Freitag, 10. Oktober 2025

Es gibt viele Interpreten

 Es gibt viele Interpreten
 
Hier erwähne ich einige Interpreten. Autoren über die absolut nichts bekannt ist, welche also weder eine Webseite betreiben, noch etwas über ihr Leben preisgeben, bzw. nicht einmal ein Foto von sich auf ihre Autorenseite bei Amazon stellen, ignoriere ich. Denn bei diesen muss man annehmen, dass es sich um Pseudonyme von Autoren handelt, die unzählige Bücher auf den Markt werfen, jedes unter einem anderen Namen. Also Geschäftemacher, denen es nicht wirklich um Nostradamus geht. Solche Leute kann/soll man nicht ernst nehmen.
Es ist normal ein Pseudonym zu verwenden. Sogar der berühmt Mark Twain schrieb nicht unter seinem bürgerlichen Namen. Trotzdem sollte hinter jedem Pseudonym ein fassbarer Mensch stecken.
Ausnahmen mache ich nur wenn es sich um eine/n Autor/in handelt die/der im Gespräch ist, weil das Werk in irgendeiner Weise - negativ, oder positiv - aus der Masse heraus sticht.
 
di Benuci
 betreibt im Internet eine umfangreiche Webseite.
https://nostradamus.benuci.at/buecher/jahrtausendwende-textausschnitt/
Benuci gehört auch zu den Nostradamus Übersetzern, die Bücher geschrieben haben. Angeblich hat er DEN Schlüssel gefunden, aber trotzdem erfährt man nichts über die Zukunft von ihm. So richtig scheint der Schlüssel also doch nicht zu sperren. ;)
Bei Amazon kann man seine Bücher bestellen.
https://www.amazon.de/-/en/P-Benuci/dp/3752610794
 

R. Stern
 
Auf der Seite http://download.e-bookshelf.de/download/0003/9441/64/L-O-0003944164-0003017078.pdf
findet man einen kurzen Auszug aus einem Buch von Rose Stern.
Sie erklärt, Nostradamus habe mit Sicherheit die Zukunft perfekt vorher gesagt, wie angeblich die jüdischen Propheten. Sie behauptet also etwas, das sie gar nicht wissen kann, weil noch niemand weiß, was Nostradamus gesagt hat. Warum sind so viele Menschen davon überzeugt, Nostradamus habe die Zukunft vorher gesagt? Weil es immer und immer wieder behauptet wird. Von Leuten die ihn gar nicht verstehen können. Rose Stern weiß zwar, dass es bisher noch niemand geschafft hat, die Vierzeiler zu entschlüsseln, trotzdem "weiß" sie, wie Nostradamus dachte und was er nicht sagte. Nur weil sie eine Frau ist?
Was sie schreibt ist totaler Humbug, der mit Nostradamus gar nichts zu tun hat. Es sind lauter Unterstellungen, die sie nicht beweisen kann, weil sie auch nicht real sind. Fantasie hat die Frau offenbar, aber das ist auch schon alles. Sie ist angeblich (lt. Skeptiker) 2016 gestorben und kann sich nicht mehr verteidigen, trotzdem muss man sie kritisieren dürfen. Sie wurde 95 Jahre alt. Da darf man nicht mehr viel erwarten.
Sie hat es sogar in die Zeitschrift der Skeptiker geschafft. https://blog.gwup.net/2019/10/02/jetzt-im-skeptiker-keine-panik-nostradamus-rose-stern-und-der-polsprung-2019/
 

M. Dimde
 
Er ist genau derjenige, gegen den sich der Bannspruch richtet. Zu ihm braucht man gar nicht sagen, weil er total daneben ist.
Dimde erklärte vor vielen Jahren, vor laufender Kamera, er könne kein Französisch. Er kommt aus der IT Branche und dachte wohl, man könne mit künstlicher Intellgenz so ziemlich alles bewerkstelligen. Zumindest stellte sich sein System als eine gute Einnahmequelle heraus.
Wer es trotzdem wissen will, hier ein kurzer Auszug aus einem seiner "Werke"..      https://docplayer.org/8420570-Der-schluessel-zur-zukunft-die-aktuellen-prophezeiungen-ihr-nostradamus-horoskop.html
Dimde ist eine existente Person. Vor Jahren habe ich ihn im Fernsehen live erlebt. Überzeugen konnte er mich nicht.
 

Guillaume Thonnaz
 
Im Internet findet man einen kurzen Auszug. Leider endet dieser genau dort, wo es interessant wird. Offen gesagt, sind mir seine Bücher zu teuer, um sie nur so zu kaufen. Obwohl mich interessieren würde, in welche Reihenfolge er die Verse gebracht hat. Was immer er auch gemacht haben mag, ich halte es für falsch, weil ich der Überzeugung bin, dass jedes Vorwort ein eigenes Buch anzeigt. Er hat - wie die meisten Interpreten - alles zusammen gemischt.
https://docplayer.org/65769977-Jubilaeums-ausgabe-michel-de-nostredame-genannt-nostradamus-der-neue-weg-zu-den-prophezeiungen-des-meisters.html
Es gibt aber auch eine Paperback Ausgabe. https://amzn.to/3AUtVT1
Seine Webseite findet man auf http://www.zannoth.de/guillaume/guillaume.html
Dass er nicht Recht hat erkennt man auch daran, wie er die Verse interpretiert. Zwar meint er, sie wortwörtlich übersetzt zu haben, was zwar stimmt, jedoch sinnlos ist, weil die deutsche "Übersetzung" noch unverständlicher wird, als das Französische Original. Trotzdem schafft er aus seinem Text dann doch einen neuen, der mit dem Original augenscheinlich gar nichts zu tun hat.
 
Dr. Maria Langwasser
 
Sie hat auch ein Buch über Nostradamus, bzw. über sein Werk geschrieben. Unter diesem Link findet man einen kleinen Ausschnitt aus ihrem Buch, der sich mit dem Brief an Henri II. bezieht.  
Sie glaubt, dass Nostradamus die Zukunft beschrieben hat und erklärt auch, wieso sie zu dieser Ansicht kommt. Mehr ist dazu nicht zu sagen. Sie reiht sich nahtlos in die lange Riege der Nostradamus Interpreten ein. Man könne bei Prophezeiungen immer erst im Nachhinein feststellen ob sie richtig waren, meint sie und zieht sich so geschickt aus der Verantwortung. Ansonsten müsste sie ja die Zukunft vorher sagen können, hätte Nostradamus sie richtig vorher gesagt. Kann sie aber genauso wenig wie all die anderen, die sich bisher daran versucht haben. 
https://books.google.at/books?id=KZx3DwAAQBAJ&pg=PT85&lpg=PT85&dq=nostradamus+feinde&source=bl&ots=notCcjA5jsig=ACfU3U3LRWGui50wAHUy4ecouMuz57aqOg&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwjn3OWdgYL6AhXpgv0HHWX3AwQ4KBDoAXoECBAQAw#v=onepage&q=nostradamus%20feinde&f=false
Über die Autorin habe ich nichts gefunden, aber ich denke, sie existiert als Person. Sie hat vor allem über Kräuter geschrieben, aber auch zu anderen gesundheitlichen Themen.
Bestellen kann man das Buch unter anderem bei Amazon
 
 
BBouvier
 
Das Buch kann man bei Amazon bestellen. https://www.amazon.de/Nostradamus-Bernhard-Bouvier/dp/389478153X
Irgendwie lustig, dass es dort gebraucht teurer ist, als neu. :)
1 Gebraucht ab 38,63 €  ... 1 Neu ab 35,00 €
 
Auf http://brd-schwindel.ru/bernhard-bouvier-die-letzten-siegel/ fand man (jetzt ist plötzlich alles verschwunden) das Buch von Bernhard Bouvier "Die letzten Siegel" 2. Auflage 1997, erste Auflage 1992. Im Vorwort wird behauptet, das Manuskript stamme aus dem Jahr 1988, was jedoch nicht bewiesen werden kann. Es enthält eine "Chronologie des 3. Weltkrieges" aufgrund von Analysen einiger "Seherberichte". Erschienen ist es im Ewertverlag, der  offenbar nicht mehr existiert. Ich habe ihn zumindest nicht gefunden.
Zumindest eine Verlinkung gibt es zu einer Zeitschrift "Magazin2000plus", die als rechtsextrem eingestuft wird, in der Bouvier etwas veröffentlicht hat.
 Ich habe das hier auf Schauungen.de gefunden. https://schauungen.de/wiki/files/Bernhard_Bouvier_-_Was_birgt_die_Zukunft_f%C3%BCr_Europa%2C_Magazin_2000plus%2C_2002%2C_Spezial_11_%28171%29.pdf
 Der Name Bouvier ist das Pseudonym des pensionierten Bundeswehr-Offiziers Friedrich Doepner. Er behauptet, sich gut mit Nostradamus auszukennen.
 
Was die Skeptiker von dieser Behauptung halten liest man hier: https://www.gwup.org/infos/nachrichten/400-nostradamus-das-prophetenspiel Offenbar halten sie gar nichts davon.
 
BBouvier macht aber im Prinzip nur das gleiche, wie die meisten anderen Nostradamus Forscher auch. Da ich sein Buch nicht gelesen habe, zitiere ich aus dem Artikel des Herrn Hader:
 
"57/5
 
Istra du mont Gaulsier & Aventin,
Qui par le trou advertira l’armee,
Entre deux rocs sera prins le butin,
De SEXT. mansol faillir la renommee
 
 Übersetzung von Hader
 
Er wird vom Mont Gaulsier und Aventin hervorgehen,
der durch das Loch die Armee benachrichtigt.
Zwischen zwei Felsen wird die Beute ergriffen,
vom SEXT. mansol verblasst der Ruf.
 
 Übersetzung von Bouvier, bzw. Interpretation.
 
Montgaulsier = Montgolfière = Ballon der Brüder Montgolfier
Aventin = à vent = mit dem Wind
Le trou = das Loch = die Öffnung unter dem Ballon
Zwei Felsen = zweimal Petrus (der Fels) = zwei Päpste
SEXT. = (lat.) sextus = der VI. Papst
Mansol = man sol(us) = Mann Solus = Priester im Zölibat
 
Einer geht aus mit der Montgolfière und dem Wind,
mit dem (Feuer)loch benachrichtigt er die Armeen.
Zwischen zwei Päpsten wird die Beute ergriffen,
von Papst Pius VI. verblasst der Ruf (des Papsttums)."
 
Ich glaube, dieses Beispiel zeigt recht gut, wie verschieden Nostradamus übersetzt wird.
 
Marion Mauthe schreibt auf
http://parapsychologie.info/morgen/weltunte.htm
 "Ein gewisser Bernhard Bouvier, mit bürgerlichem Namen Friedrich Doepner, beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Vorhersagen – von Nostradamus über die bayrischen „Seher” der letzten beiden Jahrhunderte bis in die Nachkriegszeit und zieht auch die Visionen eines zeitgenössischen „Propheten” aus dem Waldviertel heran, um zu den Schlussfolgerungen seiner „Zukunft Europas” zu kommen, die er in einem eher dubiosen, politisch weit rechts stehenden Kleinverlag publizieren konnte. Doepner schöpft als Berufsoffizier der Deutschen Bundeswehr aber auch aus seinem eigenen Erfahrungsschatz, was die Möglichkeit des Ausbruchs eines Dritten Weltkriegs betrifft. Seine Argumentation geht dahin, daß Rußland als Rumpfstaat der Sowjetunion zwar aufgrund der SALT-Verträge seine Waffen nach und nach abbaut – jedoch nur jene, die ohnedies schon schrottreif wären. Jenseits des Urals aber würden kilometerlange Panzerkolonnen warten – die, auf Eisenbahnwaggons gesetzt, jederzeit zum Einsatz bereit wären. Doepner geht davon aus, daß der Ausbruch des Dritten Weltkrieges für den Hochsommer 1999 anzusetzen ist. Und die Vorzeichen für den Dritten Weltkrieg hat der deutsche Panzeroffizier aufgrund seiner vergleichenden Prophetenforschung folgendermaßen aufgezeichnet."
 
1999 gab es keinen 3. Weltkrieg. Somit ist die ganze Berechnung für die Katz.
 
Das hat jetzt nichts mit Nostradamus zu tun, oder nur indirekt, weil Bouvier vermutlich seine Interpretation von den Versen des Nostradamus mit in seine Berechnungen einbezogen hat.
 Ob Bouvier rechtsextrem ist, kann ich nicht feststellen und das möchte ich ihm auch nicht prinzipiell unterstellen. Ein Linker wird er aber sicher nicht sein, sonst hätte er sich nicht diesen Verlag ausgesucht. Da es aber manchmal schwer ist, einen Verlag zu finden, kann ich mir vorstellen, dass manche Autoren nicht sonderlich kritisch sind.
 Sicher hat er sich intensiv mit den verschiedensten Voraussagen beschäftigt und er scheint es auch noch immer zu tun.
Dass sein Buch ein Vorwort von Jan Udo Holey enthält, spricht allerdings nicht für ihn. Aber das ist schon lange her. Vielleicht hat er in der Zwischenzeit seine Meinungen geändert? Menschen ändern sich.
 
Erika Cheetham
 
 Erika Cheetham als damals eine der bekanntesten Nostradamus-Autorinnen in den USA hatte bereits 1987 eindeutig demonstrieren können, das nicht alle Verse auch Prophezeiungen beinhalten, ... sondern teils inhaltlich klar auf die Methoden der okkulten, astrologischen und der alchimistischen Studien des Verfassers Nostradamus hinweisen.

Sie benannte dazu damals vor allem die Verse aus 1. Centurie 1 und 2, III. Centurie zweiter Vers und vor allem IV. Centurie Verse 25, 28, 29, 30, 31 und 33. Man beachte vor allem hier die Häufung solcher Verse in der IV. Centurie, wie oben aufgezählt. Ein Aha-Effekt ist das also schon.

Diese Anhäufung und konzentrierte Anordnung solch` gearteter Verse in der IV. Centurie muss eine besondere Bedeutung haben, die meiner Kenntnis nach bisher kein Nostradamusforscher schlüssig erklären konnte.. .

Vielleicht verrät uns die Zukunft noch mehr dazu, schreibt Drivethesee auf http://nostradamus-100.blogspot.com/
 
Karl Drude
 
Karl Drude, ca. 1965 -Nostradamusforscher- über seinen von ihm so angesehenen Lehrmeister Carl Loog. C. Loog, klassischer Nostradamusforscher und Enschlüsselungsgenie, hatte die lateinischen Sätze der Verse im mittelfranzösischen Text durchgezählt und war dabei auf 939 Buchstaben gekommen (Anm.:..jetzt weiß ich allerdings nicht, nach welcher Ausgabe er vorging) und erkannte die Tatsache, daß es auch 939 Vierzeiler geben müsse, unter Weglassung von Vers 1 und 2 der I. Centurie als beschriebene Divinationsmethode des Nostradamus und den sogenannten Bannspruch Vers 100 der VI. Centurie. Loog entdeckte angeblich dieses System, d.h. die 939 Buchstaben, die den 939 Versen entsprechen sollen, einem mathematisch eindeutigen Zahlenschema zuzuordnen, und somit Text wie Zahlen nach einem bestehenden System verschoben werden konnten und sich daraus eine gänzlich neue Reihenfolge ergeben würde. Loog hat diesen Schlüssel nie veröffentlicht...denn bezüglich Nostradamus würde wohl Psychologie die entscheidende Prise Salz sein, denn das, was einen G e i s t wie Nostradamus anging, war ja nicht mit dem Rechenschieber zu lösen.. .
 
Das ist ein Zitat. Leider weiß ich nicht mehr wer der Autor ist. Ich habe das Buch nicht gelesen und kann deshalb auch nichts darüber sagen. Aber ich glaube der Text sagt schon so ziemlich alles was man wissen muss.
 
Drivethesee

 
Auf Nostradamus-100.blogspot.de
 
schreibt jemand der sich drivethesee nennt, über seine Theorie zu Nostradamus. Und er (oder sie) stellt Übersetzungen der Verse (anonym) ins Internet. Damit steht drivethesee nicht alleine da. Ich habe schon einige Übersetzungen gefunden. Sowohl ins Deutsche, als auch in andere Sprachen.
 
Klickt man diesen Link im Blog an,
 
http://nostradamus-100.blogspot.de/search?updated-min=2011-01-01T00:00:00%2B01:00&updated-max=2012-01-01T00:00:00%2B01:00&max-results=50
 
kommt man zu folgender Erklärung. Unter anderem schreibt der Autor:
 
"Demnach: sollte man die Propheties studieren, um festzustellen, ob darin vielleicht Teile des eigenen Lebens wiederzufinden sind/man sich selbst darin wiederfindet ? Ist das nicht der Fall, ergibt es keinen Sinn, sich (und andere) damit weiter zu "quälen", sondern man sollte sich andere, sinnvollere Beschäftigungen suchen, als wie das Prophezeiungswerk des Nostradamus."
 
Die Frage was Nostradamus mit seinen Versen bezweckte, stellt sich selbstverständlich. Warum er sie seinem Sohn Caesar widmet, der zur Zeit der Abfassung ungefähr zwei Jahre alt war. Darüber gehen die Meinungen allerdings auseinander. Ich glaube niemand nimmt ernsthaft an, Nostradamus würde sich damit wirklich an seinen Sohn gewendet haben. Tatsächlich wäre es sinnlos, dunkle Verse für eine Person zu schmieden, die in demselben Haushalt wohnt. Wie man weiß hat Caesar später auch ernsthaft versucht das väterliche Werk zu entschlüsseln - ohne Erfolg.
 
Wenn der Autor also schreibt: ... studieren, um festzustellen, ob darin vielleicht Teile des eigenen Lebens wiederzufinden ...
 
verstehe ich das so, dass dieser Satz auf ihn zutrifft. Ansonsten wäre es ja sinnlos - wie er schreibt - sich weiter damit zu beschäftigen.
 
Übersetzungen stimmen selten überein. Nur wenige Verse werden von allen Übersetzern auch mit gleichen Worten übersetzt. So gesehen ist es gerade im Fall Nostradamus nicht immer möglich zu beurteilen, welche Übersetzung korrekt ist und welche nicht.
 
Eine korrekte Übersetzung wäre als Grundlage zwar wichtig, trotzdem kann man damit alleine eigentlich nicht viel anfangen. Solange nicht klar ist wer mit welcher Bezeichnung gemeint ist, welcher Zeitraum gemeint ist, kann man den Text nicht zuordnen und somit auch nicht überprüfen, ob es sich um eine (wahre) Prophezeiung dabei handelt, oder nicht. Leider beschränkt sich Drivethesee auf das Übersetzen und interpretiert nicht.
 
 Auf meiner Suche nach dem Blog-Autor kam ich hierhin http://caesarem.bboard.de/board/fs-33647719nx43134.html und dann dahin http://www.onlex.de/_gbuch.php4?username=Drivethesee
 Auch auf http://www.carookee.net/forum/Damals-Heute-Morgen
 und http://pub27.bravenet.com/forum/static/show.php?usernum=2306948587&frmid=9672
 
Meistens sind es die Übersetzungen, die er auf verschiedenen Seiten anbietet, manchmal gibt es auch Diskussionen zum Thema.
 
Die Übersetzungen können durchaus als Hilfe bei eigenen Übersetzungsversuchen dienen. Da es sehr viele übersetzte Verse sind, habe ich sie mir bisher noch nicht genauer ansehen können. Was ich aber noch nachholen werde.
 
 
Serge Hutin
 
 Serge Hutin hat das Buch "Les Prophéties de Nostradamus" im Verlag Belfond (1972 und 1978) heraus gebracht.
 
Das Buch ist in französischer Sprache erschienen. Der Autor macht es sich etwas einfach. Ganz kurz bespricht er einzelne Verse am Anfang. Dann geht es gleich mit dem Abdruck der Verse weiter. Zu jedem Vers bietet er eine kurze Erklärung. Oftmals ist es mehr eine Frage, denn eine Erklärung.
 
Beispielsweise schreibt er unter den Vers I/19 Spanischer Bürgerkrieg?
 
Der Vers I/38 wird kommentiert: Die Sonne und der Adler: Napoleon der I.
 
Den Vers I/21 stuft er als alchemistisch ein, so wie auch noch einige andere Verse.
 
Ich habe mir damals dieses Buch gekauft, weil ich den Originaltext gesucht habe. Eine Hilfe für eigene Übersetzungen bietet dieses Buch nicht.
 
DeFontbrune
 
 Jean-Charles de Fontbrune ( Jean Pigeard de Gurbert, en 1935 à Sarlat - mort le 7 décembre 2010 à Brive-la-Gaillarde
 
http://fr.wikipedia.org/wiki/Jean-Charles_de_Fontbrune
 
Der "Spiegel" widmete Nostradamus, oder besser seinem Interpreten de Fontbrune, im Jahre 1981 einen großen Artikel.
 
"Mit dem Franzosen Jean-Charles Pigeard de Gurbert (der sich als Autor das Pseudonym Jean-Charles de Fontbrune zugelegt hat) aber betrat nun ein Exeget die Bühne der politischen Kleinbürgerei, der alles nostradamitisch bisher Dagewesene in den Schatten stellt. Fontbrunes "Nostradamus. Historien et Prophete" biegt die apokryphen Zukunfts-Visionen des Renaissance-Doktors so zurecht, daß sie sich wie "Argumente" der bei den Präsidentschafts-Wahlen geschlagenen Rechten gegen die "ekelhaften Revolutionäre" (Fontbrune) lesen. Im Januar wird das Buch, das in Paris ein regelrechtes Nostradamus-Fieber ausgelöst hat, im Wiener Zsolnay-Verlag auch in deutscher Sprache erscheinen.
 
Jean-Charles de Fontbrune ist 46 Jahre alt, Algerienkriegs-Veterane, Mitglied der Ehrenlegion und 133 Jahre nach der Demission des letzten französischen Königs Louis Philippe immer noch Monarchist. Seinen "Nostradamus" hat er in siebzehnjähriger Galeerenarbeit zu Aix en Provence gefertigt, die ihn, wie er unablässig kundtut, "jeden Morgen um 4" aus den Federn schnellen ließ - bevor er die "fensterlose Einsiedelei" ("Minute") verließ und sich als Angestellter eines provencalischen Pharmazieunternehmens seinem offensichtlich langweiligen Beruf widmete. Mit einer verkauften Auflage von annähernd 600 000 Exemplaren (bei einem Preis von umgerechnet immerhin 50 Mark) ist sein Elaborat das europäische Katastrophenbuch dieser Tage. Denn es wartet mit dem schockierenden Szenario auf, daß, laut einer Weissagung des Nostradamus: der Papst während eines Besuches in Lyon noch in diesem Jahr (!) ermordet werden, die von linken Ministern unter dem Symbol der Rose regierte Fünfte Republik "spätestens im September 1984" blutig zusammenbrechen, Paris von der Roten Armee dem Erdboden gleichgemacht, eine islamische Verschwörung im August 1999 den Dritten Weltkrieg entfesseln und Europa unter der milden Hand des Franzosen Heinrich des Glücklichen danach endlich zur Monarchie zurückkehren wird."
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14354482.html
 
 Der Artikel ist recht lustig zu lesen, nur lässt sich der Autor herab, eine Lebensgeschichte aus einem Buch zu zitieren, die zu einigen Teilen reine Fantasie ist. Ja, auch in dieser Weise muss man mehr als vorsichtig sein. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt und sie macht auch vor Lebensdaten die korrekt sein sollten, nicht Halt. Nicht nur das Werk des Nostradamus wird mystifiziert, sondern auch sein Leben. Und der Autor des Artikels nimmt diesen Mythos leider offenbar für Wahrheit.
 Eines muss man de Fontbrune jedenfalls lassen:
 Er hatte den Mut, konkrete Voraussagen zu machen - und scheiterte damit allerdings kläglich.
 
 Das klingt etwa so:
 
Im Juli (dem siebenten Monat des Jahres) 1999 wird ein mächtiger Schreckensherrscher über den Himmel (auf dem Luftweg) kommen, um den großen Eroberer des Angoûmois wiedererstehen zu lassen. Davor und danach wird Krieg herrschen, zum Glück.
 
Er dachte es würde sich dabei um den 3. Weltkrieg handeln.
 
"Jean Charles de Fontbrune ist in seinen Voraussagen aus dem Jahr 1980 insofern vorsichtiger, als dass er kaum Daten nennt. Ein Fixdatum kennt aber auch er:
 
Der Dritte Weltkrieg 1999
 U.a. folgende Ereignisse datiert de Fontbrune nun vor dem Dritten Weltkrieg, also vor 1999:
 - Friedensbemühungen und Kriegsgefahr. Der Krieg in Frankreich.
 
- Der Krieg erreicht Barcelona
 
- Die Konfrontation zwischen Mittel- und Grossmächten.
 
- Grosse Seeschlachten zwischen dem Zweiten und dem Dritten Weltkrieg.
 
- Revolutionäre Bewegungen in den französischen Provinzen.
 
- Die wirtschaftliche Krise. Der Zusammenbruch des monetären Systems.
 
- Das Ende der Konsumgesellschaft. Inflation und Gewalt.
 
- Die Revolution in Italien.
 
Und als erstes Ereignis des 1999 stattfindenden Dritten Weltkrieges nennt
 
de Fontbrune:
 Johannes Paul II. flieht vor den einmarschierenden Russen.
http://www.relinfo.ch/nostradamus/info.html
 
Mir kam seine Geschichte insofern von Anfang an komisch vor, als er behauptete, ein geheimnisvoller Mann habe seinem Vater eine Nostradamusausgabe gegeben, die Klarheit brachte. An solche Geschichten glaube ich prinzipiell nicht. Wer sollte auf eine solche Idee kommen?
 
 Der Autor wurde selbst zum Seher, denn mit Nostradamus hat das was er sich da zusammen reimte, absolut nichts zu tun. Wobei er nicht der Einzige bleiben sollte. Wenn man sein Buch gelesen hat, weiß man zumindest genau was Nostradamus alles nicht sagte. Aber da ist er wohl auch nicht der einzige. Jedenfalls brachte er es zustande, Nostradamus in politische Gefielde zu schleusen und erregte damit auch Aufsehen. Überraschend ist seine Hartnäckigkeit. Trotz seines Misserfolgs schrieb er weiter Nostradamus "Übersetzungen". Wahrscheinlich rentierte es sich.
 
 Als ich erstmals das Buch las, hielt ich alles für den originalen Text des Nostradamus.
 
Die im Buch veröffentlichten Vorhersagen des Nostradamus von 1555 bis zum Jahr 2000, wurden aber nicht von diesem, sondern von Jean-Charles de Fontbrune geschrieben und erdichtet. Das begriff ich anfangs noch nicht. Was da so schwierig an der Übersetzung sein solle, wusste ich auch nicht. Ich las das Buch nur auszugsweise, weil es mich nicht wirklich interessierte, aber ich dachte ich könne später nachsehen, was davon eingetroffen sei. Dann legte ich es weg. Nach einiger Zeit nahm ich das Buch wieder zur Hand - nichts davon war eingetroffen.
 
Irgendwann kam ich auf die Idee, selbst zu übersetzen und staunte nicht schlecht. Was der Autor als Übersetzung bezeichnete, stimmte nicht einmal ansatzweise mit dem Original überein. Trotzdem machte ich nicht viel damit, nahm mir aber vor, doch die Texte irgendwann zu übersetzen. Vielleicht steht doch wirklich etwas für mich drinnen, dachte ich.
 
 Zu allem Überfluss verwendete er auch noch dazu alternative Texte, welche ihm ja angeblich der geheimnisvolle Mann gegeben hatte. Auch das begriff ich erst viel später.
 
Vor langer Zeit habe ich mir etwas aus dem Internet abgedruckt. Leider steht nicht dabei von wo und von wem es stammt und ich habe es im Internet auch nicht mehr gefunden - ohne Adresse. Ich möchte es nur am Rande erwähnen, weil es einen Fehler enthält. Die übrigen Punkte habe ich noch nicht genau angesehen.
 
Ray Nolan
 
 Als Ray Nolan schrieb er über Nostradamus und über andere Propheten. Sein Nostradamus-Code ist falsch. Er kennt sich aber sehr gut mit dem Thema aus, aber wohl nur, weil er viele Bücher darüber gelesen hat. Wobei er bei Zitaten nicht immer auf den ursprünglichen Autor hinweist. Das heißt, so gut kennt er sich wohl auch wieder nicht aus, denn sonst hätte er nicht eine jüngere Ausgabe der Prophezeiungen für die Entwicklung seines angeblichen "Schlüssels" gewählt. Die verschiedenen Ausgaben stimmen nämlich nicht 1:1 überein. Wenn schon Schlüssel, dann könnte man ihn nur in der ältesten Ausgabe anwenden.
 
Vermutlich wird Nolan auch im Internet auf diversen Notradamus und ähnlichen   Foren unter verschiedenen Namen (vielleicht sogar gleichzeitig) unterwegs sein. Zu einem umfangreichen Forum bekennt er sich, als Ray Nolan. Es befindet sich auf seiner Webseite.
 
Nolan hat in seinem Buch "Das Nostradamus Testament" einen abenteuerlichen Schlüssel präsentiert. Auf der Seite 163 zeigt er den Vers I/70, in Faksimile, aus der Ausgabe von 1668.
 
Pluye, faim, guerre, en Perse non cessee,
La foy trop grande . trahira le Monarque
Par la finie en Gaule commencée.
Secret augure pour un estre parque.
 
Dass es dabei um Khomeni geht, hat übrigens vor ihm schon de Fontbrune - ganz ohne Berechnung - behauptet.
De Fontbrune, Historiker und Prophet, Seite 267
 
Behaupten kann man viel. Was jedoch auch noch zu beweisen wäre. Leider gibt es bisher niemanden der seine Behauptungen, die er/sie in Bezug auf die Prophezeiungen des Nostradamus gemacht hat, auch beweisen könnte.
 
Aber abgesehen davon, steht in der Faksimile Ausgabe von 1555 etwas anderes, als in der Ausgabe die Nolan verwendet hat. Auch wenn es nur um einige Buchstaben geht, muss man es berücksichtigen, wenn man von einem "Schlüssel" faselt.
 
 Wie man unschwer erkennen kann, stimmt der Text gleich anfangs nicht komplett überein. Das zeigt, dass man keinen "Schlüssel" aus dem Text heraus konstruieren kann. Noch dazu aus einem neueren Text. Denn damals haben die Drucker viele Fehler gemacht. Man müsste alle Ausgaben ganz genau miteinander vergleichen. Aber wer macht das schon?
Wenn Sie genau hin sehen werden Sie bemerken, dass oft das N weg gelassen wurde. Ob das so im Manuskript stand, weiß ich natürlich nicht. Früher hat man das bei uns auch so gemacht, glaube ich mich zu erinnern. Eine Wellenlinie über dem vorherigen Buchstaben ersetzt das N, oder das M. Vielleicht hat der Drucker das so entschieden. Weiß man eben nicht. Alles das müsste man bei einem möglicherweise vorhandenen Code mit berücksichtigen. Es gibt im originalen Text auch zwei verschiedene S. So wie das auch bei der Kurrentschrift der Fall ist. Wäre ebenso zu berücksichtigen. Im Deutschen haben wir auch heute noch das scharfe ß, im Unterschied zum normalen S. Das sind zwei verschieden Buchstaben.
 
 Ich möchte mir jetzt nicht die Mühe machen, alle Vierzeiler zu vergleichen. Schon bei I/1 gibt es einen Unterschied und ich glaube das genügt auch, um zu zeigen, dass es vermutlich sehr viele Ungleichheiten geben wird.
 
Nolan schreibt auf Seite 163.
 
"Wenn meine These vom Entstehen dieses Buches richtig ist, sollte man sich die Schreibung der letzten beiden Worte genau im Faksimile ansehen! Im Wort "estre"  wurde unübersehbar eine markante Lücke eingefügt. (estre parke) die das Wort in zwei Teile trennt. Verschiebt man diese Lücke und setzte sie in die Mitte von "parque", wobei man die freie Silbe "re" heran zieht, entsteht daraus nun eine sinnvolle neue Wortkombination: "est re par que" sich wieder herstellen.
 
Das ist geradezu an den Haaren herbei gezogen.
 
De Fontbrune übersetzt:
 
"wegen eines Propheten, der sich an einen versteckten Ort zurück gezogen hat."
 In meiner Ausgabe steht: "Secret augure pour à vng estre parque." Es gibt keine seltsamen, unerklärlichen  Zwischenräume, denn das gehört so. Es sind zwei Worte. Nolan verwendet offenbar das falsche Wörterbuch, denn sonst wüsste er, dass es das Wort "parque" sehr wohl gibt. Das ist kein Druckfehler und auch kein Code.
 
Ich würde es am ehesten so übersetzen:
Geheime Vorzeichen wird es geben, durch eine Parze (Schicksalsgöttin)
 
 Ein weiteres Beispiel, auf Seite 159:
 
Vers III/77  bedeutet, 1980 Schah Reza Pahlewi stirbt in Ägypten, glaubt Nolan zu wissen.
 
Seine Übersetzung:
Die dritte Dekade im Widder wird es verstehen,
Das Jahr Tausend siebenhundert Sieben & Zwanzig im Oktober,
Der König von Persien, er ist in Ägypten PRINS
Konflikt, Tod, Umsturz und großes Schimpfen auf das Kreuz.
 
 Meine alternative Übersetzung, die auch nicht unbedingt stimmen muss, nur um zu zeigen, dass es verschiedene Möglichkeiten einer "Übersetzung" gibt:
 
 Die dritte Gegend bei Aries (ein Fluss in Rumänien) eingeschlossen
1727 im Oktober
Der König von Persien durch ihn Ägypten besetzt
Konflikt, Tod, Verlust: für das Kreuz große Schmach.
 
Wenn man nun die groß geschriebenen Worte vergleicht sieht man, dass Le Roy im Jahr 1555 klein geschrieben wurde. Also stimmt seine Rechnung schon deshalb nicht.
 
LAL OL RPEC rechnet er. Ich müsste aber  LAL  OL PEC nehmen.
Er nimmt für R die Zahl 9 und diese fehlt im Jahr 1555. Dafür gibt es absolut keine Ausrede. Die Rechnung ist falsch - und zwar seine Rechnung. Ich bin sicher, man kann noch genügend andere Beispiele für eine falsche Berechnung finden, aber es tut mir Leid um die verschwendete Zeit. Deshalb überlasse ich dieses Spielchen anderen, die es mehr interessiert. Mir genügt dieses eine Beispiel als Beweis für den erfundenen, falschen Schlüssel des Herrn Nolan völlig. Deshalb muss ich mich damit nicht mehr weiter befassen.
 
Dazu kommt noch Folgendes:
 
Das Kreuz ist wohl das Christentum und was hat das mit dem Schah Reza Pahlewi von Persien zu tun?  Schon alleine dieser eine Satz lässt erahnen, dass es um etwas ganz anderes geht.

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